RaceAcrossAmerica 2017

Race Across AMerica

Race Across America - kurz RAAM ist eines der härtesten Rennrad-Rennen der Welt - einmal quer durch die USA.
Vergangen Monat begleitete ich ein deutsches 8ter Team auf ihrem knapp 5000km langen Weg von der West- zur Ostküste Amerikas.
Bricht man die Strecke auf markante Abschnitte herunter verlief das Rennen vom Start in Oceanside, Kalifornien zunächst durch die Mojave-Wüste, danach durch das Monument Valley, die Rocky Mountains gefolgt von den Great-Plains  und schließlich im Osten über die Appalachen zum Zielort Annapolis.

Wie bereits oben erwähnt war ich Teil des deutschen 8ter-Teams "Aktiv-Team Hubert Schwarz" unter Führung des Hubert-Schwarz-Zentrums. Die 8 Fahrer waren ein bunt gemischter Haufen - Männer& Frauen, jung&alt.

Zusätzlich waren inklusive mir 10 Crew-Mitglieder dabei.
Um eine Vorstellung zu haben wie meine Arbeit dort ausgesehen hat, muss ich zunächst einmal erklären wie so ein Rennablauf aussieht:
Innerhalb des 8ter Teams gibt es 2 Schichten mit jeweils 4 Fahrern. 4 Fahrer schlafen/ruhen in den Wohnmobilen während die anderen 4 auf der Strecke unterwegs sind. Von den 4 Fahrern, die die "aktiv-Schicht" fahren, befindet sich einer auf dem Rennrad - die anderen 3 Fahrer sind verteilt auf 2 Begleitfahrzeuge. Und diese 4 Fahrer wechseln sich dann innerhalb ihrer Schicht immer wieder in bestimmten Intervallen ab und fahren jeweils einen Teil der gesamten Strecke. Eine Schicht dauert in der Regel 8-10 Stunden - danach tauschen die 4er Schichten und die ausgeruhten Fahrer gehen auf die Strecke wohin gegen die anderen Fahrer in den Wohnmobilen ihre "Ruhe-Schicht" durchführen. Dieses Schichtprinzip zieht man 24h bis zum Ziel durch, sodass das Team nie still steht.

Nun zu meiner Tätigkeit während des Rennens: Primär war der Fokus meiner Arbeit natürlich auf dem Fotografieren der Racer gelegen. Zum einen knipste ich die Fahrer aus dem Auto heraus, zum anderen positionierte ich mich an der Strecke und versuchte so spektakuläre Bilder zu schießen. Da man, um so eine sportliche Herausforderung meistern zu können, auch immer ein gutes Team braucht, war es ebenso meine Aufgabe die Abläufe, die neben dem Rennen stattfinden wie z.B. Räder reparieren, zu dokumentieren. Was die Arbeit so facetten- und abwechslungsreich machte, waren die Uhrzeiten in denen in fotografierte. Durch die oben beschrieben Schichten war ich beispielsweise manchmal Tagsüber am Arbeiten, ruhte mich dann eine Schicht lang aus und war dann wieder zum Sonnenaufgang auf der Strecke. Genauso gut war ich aber auch Nachts bei Dunkelheit unterwegs. Die sich ständig ändernden Lichtbedingungen erforderten immer wieder die Kontrolle über die Kameraeinstellungen. Auch die Tatsache, dass sich die Landschaft fortlaufend änderte machte es aus fotografischer Sicht sehr interessant. Neben den Bildern von den Racern, gelangen mir auch viele tolle Landsfhaftsfotos, wie z.B. von den endlosen Weiten oder der Milchstraße in den Rocky Mountains. Einige dieser Bilder sind dem Blogeintrag unten angehängt:-)

Da ich neben meiner Fotografenrolle auch als Crew-Mitglied eingesetzt wurde und Aufgaben wie Navigieren übernommen habe, war es nicht immer ganz leicht das perfekte Bild zu bekommen. Außerdem musste ich teilweise "Doppelschichten" von bis zu 20 Stunden am Stück ohne Schlaf machen, um von allen 8 Fahrern Bilder schießen zu können. Das Arbeiten unter Schlafmangel war eine Erfahrung, die mir aber sicherlich für zukünftige Aktionen hilfreich sein wird.
Für Alle, die sich für mein verwendetes Equipment interessieren habe ich hier ein Bild mit allem was ich dabei hatte:
Das Verwenden von 2 Kameras, ähnlich wie bei meinen Hochzeiten, war sehr hilfreich, da ich so relativ selten Objektive wechseln musste und auf der einen Kamera immer ein Tele und auf der Anderen zb. ein Standartzoom verwenden konnte.
Generell habe ich an der Strecke sehr viel mit meinem Canon 70-200mm gearbeitet um nah an die Fahrer ranzukommen und für die klassische Reisedokumentation überwiegend mein Canon 24-70mm genutzt. Das Walimax 14mm Weitwinkelobjektiv habe ich zusätzlich für Landschaftsfotos eingesetzt.

 

 

Die Gopros habe ich vor Allem auf dem Auto montiert benutzt und von dort aus kurze Videos/Bilder erstellt. Wichtig war auch mein kleiner, handlicher Laptop, der nicht viel Platz wegnahm und auf dem ich immer wieder ein Backup der Bilder machen konnte.

Alles in Allem war es eine tolle Erfahrung bei der ich viele besondere Eindrücke erleben und festhalten konnte.

 

Hier noch eine  Auswahl an Bildern:

© 2017 Hupp Photography

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Kommentare: 2
  • #1

    Leonie (Mittwoch, 09 August 2017 19:39)

    Hey Maxi! :)
    Was für ein spektakuläres Erlebnis! Ich bin sicher, du hast unglaublich viele Erfahrungen dort sammeln können, die du für deine weitere Karriere gut nutzen kannst. Wirklich beeindruckend, dass du für so ein außergewöhnliches Rennen gebucht wurdest. Deine Arbeit wird immer professioneller und deine Fotos immer besser! Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg!
    Liebe Grüße,
    Leonie

  • #2

    Rosi (Freitag, 25 Mai 2018 09:23)

    Lieber Maxi,
    ich bin beeindruckt von deinen großartigen Fotos und freue mich riesig auf unsere Zusammenarbeit.
    Herzliche Grüße von Rosi